M a R a

Praxis für persönliche Entwicklung,

Gesundheit und Lebensfreude

Angebot & Preise

Auf dieser Seite finden Sie die Angebote und Preise der Praxis MaRa. Informationen und Preise zu allen Veranstaltungen können Sie aber auch auf dieser Seite nachlesen.

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  • Systemische Aufstellung (Familienaufstellungen, Organisationsaufstellungen, Strukturaufstellungen)

    Vorträge: kostenlos
    Kosten Eintagesseminar:
    (incl. Getränke und Imbiss)
    AufstellerIn 75,00€
    Vorgespräch 50,00€/Std.
    StellvertreterIn 15,00€

    Der überwältigende Teil unserer Psyche ist unbewusst und steckt voller verborgener Strukturen. Oft stehen wir unwissentlich unter dem Einfluss eines Geschehens aus unserer Herkunftsfamilie (sog. Verstrickung). Verstrickungen beeinflussen die Entwicklung eines Menschen, seine Beziehungen, seine Gesundheit usw.

    Mit Hilfe der systemischen Aufstellungsarbeit erhalten wir einen anderen Blick auf die in uns wirkenden Kräfte, wobei Systeme verschiedenster Art beleuchtet werden können, u.a. Familien, Organisationen, psychosomatische Zusammenhänge.

    Was ist eine Familienaufstellung und wie läuft sie ab?

    Beim Familienaufstellen findet sich eine Gruppe von Personen zusammen, von denen einige eine Problematik geklärt haben möchten. Ein Teilnehmer (Klient) will zum Beispiel klären, welches die Hintergründe für eine Krankheit sein können oder für Schwierigkeiten in der Paarbeziehung oder was seinem Erfolg im Leben im Wege steht. Meist wird dieses Anliegen in der Gruppe genannt, manchmal wird dazu aber auch nichts gesagt.

    Der Klient sucht aus der Gruppe der Teilnehmer einen Stellvertreter für sich selbst und z.B. bei Schwierigkeiten in der Paarbeziehung einen Stellvertreter für den Partner oder bei einer Krankheit einen Stellvertreter für die Krankheit; dann stellt er die beiden nach seinem inneren Bild in Beziehung zueinander oder die Stellvertreter suchen sich aus eigener Intuition einen Platz. Der Klient bleibt zunächst Beobachter des Geschehens. Der Aufstellungsleiter befragt die Stellvertreter, wie es ihnen geht. Auf einmal fühlen die Stellvertreter wie die Personen, die sie vertreten, ohne dass sie diese kennen oder dass etwas über sie gesagt worden war. Sie nehmen deren Körperhaltung ein, nutzen deren Redewendungen, haben deren Symptome. Oder ein Stellvertreter schaut auf den Boden. Dann weiß der Aufstellungsleiter aus der Erfahrung, dass der Stellvertreter auf einen Toten schaut. Auch der Stellvertreter der Krankheit sagt, wie es ihm geht. Er hat z.B. den Impuls, ganz nah an den Stellvertreter des Klienten heranzugehen oder aber auch, ganz woanders hinzuschauen. Meist werden später noch weitere Stellvertreter ausgewählt und einbezogen. Im Laufe der Aufstellung werden stimmige Informationen über Strukturen, Dynamiken und Wechselwirkungen in dem Familiensystem gewonnen und kraftvolle Lösungsbilder entwickelt. Je nach Aufstellung gibt z.B. ein Kind symbolisch eine Last an die Mutter zurück, die es aus Liebe für die Mutter getragen hat und darüber krank geworden ist. Oder ein bisher nicht bekanntes abgetriebenes Kind erhält in der Geschwisterreihe seinen Platz. Die Aufstellung ist beendet, wenn sich die Stellvertreter der Personen an ihrem Platz und in Beziehung zu den anderen gut fühlen. Die Stellvertreter von Krankheiten oder Symptomen sagen dann meist, dass sie jetzt überflüssig sind, dass sie gehen können. In dieser Phase geht in der Regel der Klient auch selbst noch in die Aufstellung - an den Platz seines Stellvertreters. Er steht eine Weile an seinem Platz, um all das wahrzunehmen, aufzunehmen, sich den Zugewinn an Kraft und Klarheit einzuprägen, zu verankern und mitzunehmen. Das Erleben eines fremden Schicksals führt auch bei den Repräsentanten zu einem vertieften Begreifen der eigenen Lebensgeschichte.

    Das Phänomen, dass die Stellvertreter fühlen und sich verhalten wie die Personen, die sie repräsentieren, lässt sich mit herkömmlichen Vorstellungen nicht erklären. Fakt ist, dass es funktioniert und heilsam wirkt – wie auch immer.

    Woher kommt die Aufstellungsarbeit?

    Bert Hellinger, geb. 1925, hat die systemische Aufstellungsarbeit maßgeblich entwickelt und publik gemacht. Er studierte Philosophie, Theologie und Pädagogik. 16 Jahre lebte er als Mitglied eines katholischen Ordens bei den Zulus in Südafrika. Anschließend arbeitete er als Psychoanalytiker.

    Unter dem Einfluss der Gruppendynamik, der Primärtherapie, der Transaktionsanalyse und verschiedener hypnotherapeutischer Verfahren und NLP entwickelte er in den achtziger Jahren seine Form des Familien-Stellens. Neue Beobachtungen, Erkenntnisse und Einsichten, gewonnen bei Aufstellungsseminaren, Gesprächen, Meditationen und anderen Situationen flossen im Laufe der Jahre in seine Methode ein. Dadurch wurden der Anwendungsbereich und die Wirksamkeit stetig erweitert und gesteigert. Trotz vieler kritischer Stimmen über seine Person ist Fakt, dass er diese heilsame Methode maßgeblich gestaltet hat.

    Ordnungen der Liebe

    In jahrelangen Beobachtungen von Familienaufstellungen hat Hellinger herausgefunden, wie unsichtbare Bindungen in Familien über Generationen hinweg wirken. Die Aufstellungsarbeit bringt Verstrickungen und die dahinter liegende Grunddynamik ans Licht und Heilung ist möglich. Hellinger hat Ordnungen herausgefunden, die beachtet und wiederhergestellt werden müssen, um Probleme zu lösen. Er nennt sie Ordnungen der Liebe. Unordnung kann zu Problemen und Krankheiten führen.

    Die Ordnungen der Liebe sind:

    • das gleiche Recht auf Zugehörigkeit
    • die Rangordnung
    • der Ausgleich zwischen Geben und Nehmen

    Das gleiche Recht auf Zugehörigkeit

    Alle, die zur Familie gehören, haben das gleiche Recht, dazuzugehören. Es ist unser elementares Bedürfnis, zu unserer Familie dazuzugehören. Diese Bindung ist unser tiefstes Verlangen, auch wenn uns das oft nicht bewusst ist. Die Bindungsliebe bindet uns an das Große in der Familie, an das Gelungene und das Vollendete und wird so zu einer Kraft. Zugleich bindet es uns an das Unerledigte und Schwere in unserer Familie, an ihre Last und ihre Schuld. Wir werden in die Verantwortung dafür mit hineingezogen, obwohl wir oft davon weder etwas wissen, noch uns in dieser Hinsicht etwas zuschulden kommen ließen. Dennoch müssen wir es mittragen, auch wenn wir z. B. den Kontakt zur Familie abgebrochen haben. Die Familienaufstellung ist eine Möglichkeit, uns aus den krank machenden Fesseln dieser Bindung zu befreien.

    Wer gehört nun nach den Erkenntnissen aus der Aufstellungsarbeit zur Herkunftsfamilie?

    • Alle Kinder, auch die abgetriebenen, abgegangenen, weggegebenen und vergessenen. Dabei zählen die Halbgeschwister wie Vollgeschwister.
    • Die Eltern und ihre leiblichen Geschwister, einschließlich der abgetriebenen, weggegebenen und vergessenen.
    • Frühere Partner der Eltern. Es zeigt sich, dass sie von Kindern aus der nächsten Beziehung vertreten werden, wenn sie nicht als zugehörig gesehen und anerkannt werden.
    • Die Großeltern (manchmal auch deren Geschwister) und die früheren Partner der Großeltern.
    • Alle, durch deren frühen Tod oder durch deren Verluste die Mitglieder der Familie einen Vorteil hatten (z.B. bei Enteignung). Sie trugen damit zum Überleben der jetzigen Familie und ihrer Nachkommen bei.
    • Wenn Mitglieder der Familie am Tod von anderen Menschen schuldig wurden, gehören ihre Opfer mit zur Familie und müssen als zugehörig anerkannt werden.
    • Dies gilt auch umgekehrt. Wenn es in der Familie Opfer von Mördern außerhalb der Familie gab, gehören auch die Mörder mit zur Familie. Das zeigt sich daran, dass sie, wenn sie nicht als zugehörig anerkannt sind, von späteren Mitgliedern der Familie vertreten werden. Das heißt: Diese Mitglieder spüren in sich deren mörderische Energie, obwohl sie nichts von denen wissen.

    Folgen des Ausschlusses

    Im Familiensystem gibt es unbewusst das Bestreben, das ausgeschlossene Mitglied zurückzuholen und ihm den ihm zukommenden Platz wieder einzuräumen. Bis dahin wird es von einem anderen Mitglied der Familie vertreten, es macht sich durch dieses Mitglied in der Familie bemerkbar. Dieses Mitglied fühlt sich z.B. ebenfalls ausgeschlossen, nicht gesehen. Es übernimmt die Gefühle und die Symptome des ausgeschlossenen Mitglieds und letztlich dessen Schicksal, es kann z.B. krank oder verhaltensauffällig werden. Beim Familienaufstellen kommt diese Verstrickung ans Licht. Sie kann aufgehoben werden, indem das ausgeschlossene Familienmitglied zurückgeholt wird. Ein Stellvertreter des Ausgeschlossenen erhält z.B. seinen Platz in der Geschwisterreihe. Derjenige, der die ausgeschlossenen Person vertreten hat, der unbewusst durch Verhaltensweisen oder Krankheit darauf hingewiesen hat, dass im System jemand fehlt, wird dadurch entlastet, die Vertretung des vorher Ausgeschlossenen ist nicht mehr nötig, er kann sein eigenes Leben leben. Die Folgen der Verstrickung können gelindert werden. Die Verstrickung erfasst in der Regel ein Familienmitglied, das für den Ausschluss in keiner Weise verantwortlich ist; oft kommt es aus der nächsten oder übernächsten Generation.

    Die Rangordnung

    Jeder von uns muss in seiner Familie den ihm bestimmten Platz einnehmen, der nur ihm zukommt. Die Rangordnung ergibt sich aus der Zeit der Zugehörigkeit zur Familie. Wer früher ein Mitglied der Familie war, hat Vorrang vor denen, die nach ihm kamen, z.B. die Eltern vor den Kindern, das erstgeborenen Kind vor den zweitgeborenen….In der Rangordnung unter den Geschwistern werden auch Fehlgeburten, Abtreibungen, früh Verstorbene einbezogen.

    Jeder in der Familie hat seinen eigenen ihm zustehenden Platz. Niemand kann und darf ihm diesen Platz streitig machen, z. B. indem er sich über ihn erhebt oder ihn von diesem Platz verdrängen will. Die Verletzung dieser Rangordnung kann schlimme Folgen haben. Oft tragen Kinder unbewusst aus Liebe Lasten für ihre Eltern. Dadurch erheben sie sich über ihre Eltern, weil sie ihnen nicht zutrauen, ihr Schicksal selbst zu tragen. In Aufstellungen wird dies deutlich und die Lasten werden den Eltern zurückgegeben. Nur so bleiben die Eltern die Großen und in ihrer Würde und auf ihrem Platz und nur so können die Kinder für ihr eigenes Schicksal und ihr eigenes Leben frei sein.

    Ausgleich zwischen Geben und Nehmen

    Neben der Bindung an die Familie und die Rangordnung ist der Ausgleich zwischen Geben und Nehmen der dritte wesentliche Aspekt, der beachtet werden muss, wenn Beziehung gelingen sollen. Wenn z.B. in einer Partnerschaft der eine immer mehr gibt als er nimmt, ist die Beziehung in Gefahr.

    Nur zwischen Eltern und Kindern gilt ein anderes Verhältnis, da Eltern in erster Linie geben und Kinder nehmen. Kinder können ausgleichen, indem sie das von den Eltern Empfangene später einmal an ihre Kinder weitergeben.

    In diesem Zusammenhang ist noch anzuführen, dass es wichtig ist, das Leben so anzunehmen, wie man es von den Eltern bekommen hat. Es gibt keine andere Möglichkeit, da die Bedingungen vorgegeben sind. Dem zuzustimmen ist die Voraussetzung für Glück. „Ich nehme das Leben, wie es mir gegeben wurde.“ Diese scheinbar einfache Logik umzusetzen, ist oft das Schwerste. Vater und Mutter ehren heißt in diesem Fall nicht, mit allen Handlungen der Eltern einverstanden zu sein, sondern das, was sie geben konnten, dankbar anzunehmen und zu schätzen. Die Eltern nehmen setzt vor allem Demut voraus, Demut vor der Größe des Lebensgeschenks, das man durch die Eltern erhalten hat. Das demütige Ehren der Eltern bedeutet auch die Zustimmung zum Leben und zum Schicksal wie es die Eltern vorgegeben haben. Dazu gehören die Grenzen und die Möglichkeiten des eigenen Lebens und auch die Verstrickungen der Familie, in die man hineingeboren ist. Dadurch erkennt man an, dass das Leben mit seinen Ordnungen größer ist, als die eigene Person.

    Systemische Aufstellungen werden in vielen Bereichen angewendet, z.B. in der Psychotherapie, der Unternehmensberatung, der Medizin, der Lebens- und Erziehungsberatung, bei beruflichen Themen, bei Entscheidungen……. Viele Anwender des Familienaufstellens haben im Laufe der Jahre die Methode weiter entwickelt und ihren eigenen Stil gefunden. Es gibt z.B. Aufstellungsleiter, die keinerlei oder nur wenige Vorinformationen über das System haben möchten; andere – und dazu gehöre ich – führen ein Vorgespräch und erstellen ein Genogramm, eine Art Stammbaum, in dem zusätzlich Familienbeziehungen, wiederkehrende Konstellationen und Verhaltensweisen, medizinische Vorgeschichten u.a. festgehalten werden.

    Das Genogramm

    Folgende Informationen werden in einem Vorgespräch erfragt, um ein Genogramm zu erstellen:

    • Geschwister, Eltern und deren Geschwister, Großeltern und ev. deren Geschwister, Urgroßeltern
    • Fehlgeburten, Abtreibungen
    • Gibt es frühere Beziehungen der Eltern/Großeltern zu anderen Partnern (Ehen, Verlobung, große Liebe)?
    • Gibt es Kinder aus früheren Verbindungen der Eltern oder Großeltern?
    • Wurde jemand adoptiert oder wuchs bei Pflegeeltern auf?
    • Ist jemand sehr früh gestorben?
    • Ist eine Frau im Kindbett gestorben?
    • Gab es Suizide in der Familie?
    • Ist jemand im Krieg gefallen oder gilt als vermisst?
    • Gibt es Verbrechen oder schwere Schuld in der Familie? Sowohl als Täter als auch als Opfer (Krieg, Nazitäter)?
    • War oder ist jemand im Gefängnis?
    • Gab es tragische Unfälle mit Behinderung oder Tod als Folge?
    • Gibt es Schicksale, die jemand zum Außenseiter machten, wie Behinderung, nichteheliche Geburt, Homosexualität, Firmenpleiten?
    • Wurde jemand aus seiner Heimat vertrieben oder musste fliehen?
    • Ist jemand ausgewandert?
    • Wurde jemand politisch verfolgt?
    • Hatten Familienmitglieder durch den frühen Tod oder durch Verluste anderer Menschen einen Vorteil (z.B. bei Enteignungen)
    • Hat jemand Eltern aus zwei Nationalitäten oder unterschiedlichen Religionen
    • Gibt es ein Familiengeheimnis?
    • Gab es Transplantationen?

    Familienaufstellungen zeigen, dass wir nicht so frei sind, wie wir glauben. Jeder Mensch ist Teil eines Familiensystems und hat dadurch Anteil am Schicksal der Familienmitglieder, und zwar der lebenden und der toten. Diese Schicksalsbindungen haben auf der unbewussten Ebene einen entscheidenden Einfluss darauf, wie wir unsere eigene Persönlichkeit entfalten. Familienaufstellungen bringen diese verborgenen Schicksalsbindungen ans Licht. Durch die Einsicht und das Anerkennen dessen, was wirkt, kann Lösung geschehen…… die Lösung aus sich oft über Generationen wiederholenden Mustern und Verstrickungen. Nicht nur Familienangehörige, die wir gekannt haben oder von denen wir wissen, haben eine Wirkung auf unser Schicksal. Auch uns Unbekannte (z.B. ein uns nicht bekanntes abgetriebenes Kind, ein nichteheliches Kind des Großvaters) können einen großen Einfluss auf unser Leben haben.

    Es ist eine Erfahrung, dass die Aufstellungen dazu beitragen können, bestehende Probleme im Leben des Aufstellenden zu lösen oder aber dass sich, durch die Anerkennung des Unabänderlichen eine innere Haltung entwickelt, durch die Frieden einkehren kann.

    Seit vielen Jahren gibt es eine ganze Reihe von Weiterentwicklungen, Veränderungen und neuen Beiträgen von anderen Aufstellerinnen und Aufstellern. So gibt es heutzutage Aufstellungen, die über die Familienaufstellungen im engeren Sinne weit hinausgehen, z.B. Aufstellungen zu gesundheitlichen, beruflichen und politischen Fragestellungen, zu Entscheidungen usw.

  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

    Wöchentlicher Kurs (4 oder 6 Abende á 1 h)
    Kosten: 30,00€/Kurs (4 Abende) 45,00€/Kurs (6 Abende)
    Bitte Decke, Kissen, dicke Socken und bequeme Kleidung mitbringen.

    In unserer Muskulatur können wir unmittelbar die Wirklichkeit der Polarität „Anspannen – Entspannen“ unseres Lebens erfahren. Bewusstes Anspannen zeigt sich in der geballten Faust und bewusstes Loslassen in der geöffneten, ruhenden Hand.

    Der amerikanische Arzt und Internist Edmund Jacobson (1885 – 1976) sah den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele, in dem nichts isoliert abläuft. Es bestehen unmittelbare Wechselwirkungen zwischen unserem Körper- und Lebensgefühl einerseits und der Muskelspannung andererseits. Jacobson fand heraus, dass Körperverspannungen und ihre Folgeerscheinungen das Ergebnis von nicht abgebautem Stress sind. Er kam auf den genialen wie einfachen Gedanken, diesen Vorgang umzukehren und leitete damit neben Prof. J.H. Schultz (Begründer der Autogenen Trainings) die Ära der modernen Entspannungsverfahren ein. Jacobson erkannte, dass durch gezieltes Anspannen und abruptes Lösen einzelner Muskelgruppen nachweislich eine verbesserte Entspannung – physisch wie psychisch – erreicht werden kann. Das bewusste muskuläre Loslassen springt auf die unwillkürliche Muskulatur (die sich in unseren inneren Organen und Blutgefäßen befindet) über und wirkt damit auf vegetative Prozesse ein.

    Mit „Progressiv“ ist das „Voranschreiten“, das immer weiter Hineingehen in das Loslassen und Lockerlassen gemeint. Das Loslassen fällt dabei leichter, wenn zuerst mit der anderen Polarität – also dem Anspannen – begonnen wird. Deshalb wird jeder Übungsschritt mit einer kurzen Anspannung einer Muskelgruppe eingeleitet; es folgt die Entspannung. Während der achtsamen Ausführung der Übungen, die im Liegen, Sitzen oder auch im Stehen ausgeführt werden können, werden Sie bemerken, wie körperliche Entspannung sich Ihnen auch als seelische Entspannung zeigt.

    Die Wirkung der Progressiven Muskelentspannung beruht auf Übung. Auch Muskeln können lernen, sich schneller zu entspannen oder größere Kraft zu entwickeln. So können Sie durch Übung die Fähigkeit verankern, schneller zu entspannen.

    Entspannte Muskeln haben Auswirkungen auf

    • das zentrale Nervensystem;
    • die Herzfrequenz sinkt;
    • der Blutdruck sinkt;
    • das Gehirn kommt zur Ruhe;
    • Selbstheilungskräfte können in Gang kommen;

    Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen ist als Einzel- oder Gruppenarbeit möglich. Die Termine für die Gruppenkurse entnehmen Sie bitte der Terminübersicht. Einzelarbeit nach Terminabsprache.

  • Psychotherapie

    Kosten: 50€/Stunde, jede weitere Viertelstunde 12,50€
  • Coaching

    Kosten: 50€/Stunde, jede weitere Viertelstunde 12,50€
  • Energiebehandlung

    Kosten: 50€/Stunde, jede weitere Viertelstunde 12,50€